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Kuss gegen Heuschnupfen

Gegenwärtig ist absolute Hochsaison für Heuschnupfengeplagte. Den Betroffenen läuft die Nase, die Augen tränen und oft bleibt die Luft sprichwörtlich weg.

Wie japanische Forscher vom Satou Hospital feststellten, könne diesen Menschen auf sehr angenehme Weise geholfen werden. Ein 30 minütiger leidenschaftlicher Kuss würde dazu beitragen, dass es den Heuschnupfen-Patienten besser gehe. Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass durch den Kuss Allergen-Antikörper produziert und damit die so genannten Botenstoffe wie Histamin reduziert würden.

Während der Untersuchung hätten 24 Männer und Frauen, die alle an Heuschnupfen leiden würden, eine halbe Stunde lang zu sanfter Musik ihre Partner geküsst. Anschließend sei ihnen Blut abgenommen worden. Im Ergebnis sah man dann, dass es einen signifikanten Abfall an Antikörpern gegeben habe. Bei einem weiteren Experiment durfte nicht geküsst, sondern nur geschmust werden. Das habe jedoch keinen Effekt gezeigt. Es käme also auf den Kuss an. Im Übrigen solle dies auch bei Patienten mit atopischer Dermatitis funktionieren.

 

Annett Repasi

 

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Probiotika - Prophylaxe zur Vorbeugung von Allergien und Infektionen

Immer mehr Studien beweisen, dass Probiotische Keime eine positive Wirkung auf das Immunsystem und die Darmfunktion haben. Der regelmäßige Verzehr probiotischer Lebensmittel solle sich deshalb zur Prävention eignen oder als ergänzende Therapie bei Allergien und Entzündungen beitragen.

Probiotische Bakterien, wie beispielsweise Lactobacillus Casei Defensis, die unter anderem in diversen Joghurtdrinks vorhanden sind, sollen die zum Darmtrakt gehörende (intestinale) und die körpereigene (systemische) Immunabwehr anregen. Professor Dr. Harald Renz aus Gießen wies beim Internistenkongress in Wiesbaden darauf hin, dass die Lactobazillen sowohl die angeborene als auch die erworbene Immunität zu beeinflussen scheinen.

Tierexperimente hätten gezeigt, dass allergische Entzündungsreaktionen der Atemwege bei den Nachkommen unterdrückt würden, wenn die Mütter vor der Geburt mit Laktobazillen gefüttert wurden.

Während eines Symposiums wies Renz darauf hin, dass Klinische Studien eine Allergie-Prävention bei Kleinkindern, insbesondere einen Schutz vor atopischer Dermatitis belegt hätten. Diese immunologische Modulation könnte in der Allergie- und Asthmaprävention einen neuen Weg eröffnen.

Probiotika würden auch bei verschiedenen intestinalen und extraintestinalen Infektionen eine Option darstellen, so Professor Dr. Ingo Autenrieth aus Tübingen. Der Stamm Lactobacillus Casei Defensis verringere, Studien zufolge, die Dauer von Winterinfektionen bei älteren Menschen oder den Schweregrad von Durchfällen bei Kleinkindern.

Positive Effekte auf Dysfunktionen des Magen - Darm - Systems, wie das Reizdarmsyndrom oder die chronische Verstopfung (Obstipation) wurden für Bifidobakterien nachgewiesen, wie Dr. Jürgen Schauber aus San Diego berichtete.

Der Stamm Bifidobacterium animalis habe, regelmäßig in Form eines probiotischen Joghurts verzehrt, in einer Studie bei älteren Menschen mit verlangsamter Darmpassage die intestinale Transitzeit verkürzt und einer Obstipation entgegen gewirkt.

 

Annett Repasi

 

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Neue Erkenntnisse: Lungenkrebs bei Nichtrauchern ist häufig erblich bedingt

Nach einer Studie, in der Professor Olga Gorlova und ihre Kollegen aus Houston (Texas, USA) die Krebsraten von mehr als 2400 Personen bestimmt haben, bei denen Verwandte ersten Grades Lungenkrebs hatten, obwohl sie nie rauchten (Fallgruppe) kamen die Wissenschaftler zu der Erkenntnis, dass Menschen, deren Eltern, Geschwister und Kinder ein um 25 Prozent erhöhtes Risiko, an irgendeiner Krebsart zu erkranken, besäßen. Dies sei offenbar genetisch bedingt. In solchen Familien sollte die Krebsvorsorge daher besonders ernst genommen werden, raten die Forscher.

Die Raten haben sie dann mit denen von Personen verglichen, bei denen erstgradig, nichtrauchende Verwandte gesund waren (Kontrollgruppe). Die Daten wurden anschließend auf einem US-Krebskongress vorgestellt.

In der Fallgruppe wurden vor allem vermehrt Brust-, Lungen- und Hoden-Karzinome beobachtet. Gorlova berichtete, dass die Patienten dieser Gruppe  meist sehr jung, etwa 5 bis 13 Jahre früher als Krebskranke ohne diesen Hintergrund, erkrankt seien.

Weiterhin wies Gorlova darauf hin, dass wenn man das Risiko, bis zum Alter von 50 Jahren einen Tumor zu bekommen betrachte, liege dies normalerweise bei etwa vier Prozent. Bei erstgradig Verwandten von nichtrauchenden Lungenkrebskranken dagegen würde es bei etwa sechs Prozent liegen.

Das entspräche einer um 44 Prozent erhöhten Rate. Außerdem sei zu beachten, dass je eher ein Patient an Lungenkrebs erkrankt sei, je eher müssten auch erstgradig Verwandte mit einem Tumor rechnen. Da die Forscher sowohl Umwelt- als auch genetische Faktoren als Ursache vermuten, sollten jetzt vergleichende Genanalysen folgen.

Als Konsequenz aus den bisherigen Forschungsergebnissen empfiehlt Gorlova, dass in betroffenen Familien Angehörige besonders streng den nationalen Empfehlungen zur Krebsvorsorge und zum Krebs-Screening nachkommen sollten. Screening-Programme müssten im Vergleich zur übrigen Bevölkerung in jüngerem Alter erfolgen.

 

Annett Repasi

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