INHALTSVERZEICHNIS

Jahr 2006

Qualmfreies Spanien

Seit dem 1. Januar gilt in Spanien das neue Anti-Tabak-Gesetz. Lediglich in Irland bzw. den skandinavischen Ländern gelten noch strengere Regeln. Dort dürfe praktisch nur innerhalb der eigenen Wohnräume oder im Freien geraucht werden. Auch Spanien ist seit Jahresbeginn so gut wie qualmfrei. Der Ministerpräsident der sozialistischen Regierung José Luis Rodríguez Zapatero führte am Neujahrstag eines der strengsten Anti-Tabak-Gesetze in ganz Europa ein.

Seit dem 1.1.2006 gelten generell alle öffentlichen Einrichtungen, zu denen auch Minderjährige Zutritt haben (Schulen, Sportstätten, Krankenhäuser, Banken), als raucherfreie Zonen. Ebenfalls sei das Rauchen vor Geldautomaten und in Fahrstühlen vollkommen verboten.

Das Anti-Raucher-Gesetz sei weitaus restriktiver als die Vorschriften, die gegenwärtig in Deutschland oder Frankreich gelten, da es am Arbeitsplatz beispielsweise keine so genannten Raucherecken mehr geben dürfe und eine Bestrafung bei Missachtung der Verbote erfolgen würde, sofern der Raucher erwischt werde. Der Raucher, der sich mit einer brennenden Zigarette in einer raucherfreien Zonen ertappen ließe, müsse 30 Euro Strafe zahlen. Bei mehrmaliger Missachtung und entsprechendem Nachweis, könne das bis zu 600 Euro Bußgeld kosten.

In Lokalen, Bistros und Cafés, die kleiner sind als 100 Quadratmeter, dürften die Wirte selbst entscheiden, ob ein allgemeines Rauchverbot bestünde oder nicht. Falls geraucht werden dürfe, müssen entsprechende Belüftungsanlagen installiert werden. In Gastwirtschaften über 100 Quadratmeter dürfe seit Jahresbeginn lediglich in abgetrennten und eigens ventilierten Zonen geraucht werden.

Die spanische Regierung ließ sich vom Hinweis auf Millionen-Ausfälle aus der Tabaksteuer nicht beeindrucken. Obwohl der Ministerpräsident selbst gelegentlich rauchen würde,  würde er innerhalb seiner Partei der Tabakindustrie die hohen Kosten für das staatliche Gesundheitssystem vorhalten. Die Kosten für die Behandlung nikotinbedingter Krankheiten sei enorm hoch und dem müsse entsprechend entgegen gesteuert werden.

Repasi / BUG-Pressebüro

| zum Inhaltsverzeichnis | zum Dokumentenbeginn | zum nächsten Artikel | zu aktuellen Berichten

Management mit der Erkrankung "Asthma bronchiale"

Den Umgang mit der chronischen Erkrankung "Asthma bronchiale" nennen Patienten, Mediziner und letztlich auch die Krankenkassen kurz "Asthma-Management".  Dabei ist das größte Ziel, dass der Patient seine Erkrankung beherrscht, also einschätzen und entsprechend handeln kann – und nicht umgekehrt. Die Betroffenen müssen eine Reihe von Maßnahmen einhalten. Dazu gehören:

Wer unter Asthma bronchiale leidet, wird entweder von einem Hausarzt oder einem Pulmologen medikamentös eingestellt. Dabei muss berücksichtigt werden, dass entzündungshemmende Wirkstoffe (meist inhalative Corticoide) etwa ein bis zwei Wochen brauchen, bis sie ihre volle Wirksamkeit entfalten. Sollten diese wieder abgesetzt werden, wirken sie ebenso so lange nach. Deshalb kommt es oftmals dazu, dass:

Da beide eben erwähnten Kriterien der angestrebten nachhaltigen Besserung nicht dienlich sind, muss sich der Erkrankte dessen bewusst werden, dass nur durch die konsequente und richtige Anwendung der Medikamente und Hilfsmittel  diese Ziel erreicht werden kann.

Eine intensive Unterstützung beim Asthma-Management können die Betroffenen unter anderem bei entsprechenden Schulungen erhalten.

Um als eigener Asthma-Manager aktiv mit der Erkrankung zu leben, sollte jeder Patient, im günstigsten Fall zu festgelegten Zeiten (zwei bis viermal täglich), mit dem Peak-Flow-Meter seine Lungenfunktion überprüfen. Mit diesem mechanischen Messgerät wird der Atem-Spitzenfluss gemessen. Das ist der stärkste aus den Lungen ausgestoßene Luftstrom zu Beginn einer starken Ausatmung. Die Messwerte werden in einem Asthma-Tagebuch zusammen mit der Medikation dokumentiert. Auf diese Weise kann der Betroffene ein besseres Gespür dafür entwickeln, ob und in welchem Umfang sich der eigene Zustand verändert. Da das Tagebuch die ärztliche Behandlung unterstützt, sollte das Buch (die Tabelle oder der Ausdruck) bei jedem Arztbesuch mitgenommen werden.

Im Allgemeinen haben sich folgende Regeln für den alltäglichen Umgang mit Asthma erwiesen:

Des Weiteren gilt für Asthmatiker das selbe wie für viele andere Menschen auch: Weniger ist meistens mehr! In einer finnischen Studie wurde nachgewiesen, dass übergewichtige Asthmatiker schlechter mit ihrer Erkrankung umgehen können als normalgewichtige. Unter einer strikten Diät hätten sich nicht nur das Empfinden und das eigene Wohlgefühl verbessert, sondern vor allem wurde die Lungenfunktion nachweislich gestärkt. Die Asthmatiker hätten mit viel mehr Kraft ein- und ausatmen können. Das Ein- und Ausatemvolumen der schlankeren Asthmatiker sei besser gewesen als das der übergewichtigen Patienten. Die Betroffenen, die ihr Gewicht reduzieren konnten, hätten in der Folge weniger akute Asthma-Anfälle erlitten und sie brauchten weniger Arzneimittel.

Repasi / BUG-Pressebüro

| zum Inhaltsverzeichnis | zum Dokumentenbeginn | zum nächsten Artikel | zum vorherigen Artikel | zu aktuellen Berichten |

Infektabwehr / Naturmittel gegen Erkältung & Co.

Ständige Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen der Witterung rufen Erkältungen hervor. Oftmals ist für den Laien kaum zu unterscheiden, ob es sich um eine bakterielle oder virale Infektion handelt.

Viele Leute versuchen, trotz eines bestehenden Infektes, ihren täglichen Pflichten nachzukommen. Dann erinnert man sich gern an Omas Rezepte (z.B. Brustwickel) oder auch an Naturheilmittel, deren Wirksamkeit bereits nachgewiesen wurde. Neben Thymian (wirkt schleimlösend und hustenlindernd; bekämpft Viren und Bakterien), Efeu (unterstützt die schleimlösende Wirkung von Thymian; lindert krampfartige Hustenanfälle), Salbei (entzündungshemmend; bekämpft Pilze) und der Primel (Wurzel wirkt entzündungshemmend und schleimlösend) als Arzneipflanzen, die in bestimmten Mixturen in den Apotheken erhältlich sind, wurde in der jüngeren Vergangenheit die Wirksamkeit der Kapuzinerkresse und des Meerrettichs, die den meisten Menschen als Zierpflanze bzw. als Beilage für Fleisch- und Fischgerichte bekannt sind, wissenschaftlich untersucht und bestätigt.

Neben Vitaminen enthalten die beiden Heilpflanzen Senföle, deren heilende Wirkung in der traditionellen Klostermedizin seit Jahrhunderten zur Behandlung von Infektionen der oberen Atem- und der Harnwege eingesetzt wurden und werden.

Die Senföle wirken hemmend auf das Wachstum von Krankheitserregern. Das besondere an diesen natürlichen Wirkstoffen ist, dass sie sowohl Bakterien als auch Viren, Hefen und Pilze abtöten. Die Öle suchen quasi nach den Erregern im Körper und bekämpfen diese genau dort, wo die Infektion erfolgt. Durch den oberen Darmabschnitt gelangen die Senfölmoleküle ins Blut, binden sich an Eiweiße und zirkulieren anschließend im Kreislauf. Sie reichern sich in Ihren Ausscheidungsorganen an, der Lunge und den Nieren. Bei Infektionen der oberen Luftwege können somit auf natürliche Art und Weise durch entsprechend hohe Dosen der Senföle die Erreger direkt am Ort des Krankheitsgeschehens abgetötet werden.

Um nicht erst von den Erregern "heimgesucht" zu werden, gelten folgende Faustregeln:

Repasi / BUG-Pressebüro

| zum Inhaltsverzeichnis | zum Dokumentenbeginn | zum nächsten Artikel | zum vorherigen Artikel | zu aktuellen Berichten |

Ski-Marathon mit neuem Rekord erfolgreich

Die asthmakranken Kinder und Jugendlichen des CJD Berchtesgaden haben mit 2448 Kilometern bei 391 680 Höhenmetern auf der Piste bei dem wie ursprünglich auch geplanten zehnstündigen Skimarathon in  einen neuen Rekord aufgestellt.

Insgesamt nahmen 130 Patienten im Alter zwischen vier und 22 Jahren an der Veranstaltung am Obersalzberg teil. Mit diesem Skimarathon demonstrierten die asthmakranken Kindern und Jugendlichen ihre sportliche Leistungsfähigkeit und testeten ihre eigenen Grenzen. Der Marathon stand unter der Schirmherrschaft der Schwimmerin und Asthmatikerin Sandra Völker.

Repasi / BUG-Pressebüro

| zum Inhaltsverzeichnis | zum Dokumentenbeginn | zum nächsten Artikel | zum vorherigen Artikel | zu aktuellen Berichten |

Asthmatikerin auf dem Eis in Turin

Es ist kaum zu glauben, dass die Eisschnelläuferin Anni Friesinger, die beispielsweise gestern (16.02.2006) in Turin startete, an Asthma leidet.

Die Faszination am Eisschnellauf sei das atemberaubende Tempo, sagt Anni Friesinger. Zum Glück bleibt der asthmakranken Olympia-Favoritin auf der Bahn nur selten die Luft weg. Heute kämpft sie in der Teamverfolgung um eine Medaille.

Von Angela Mißlbeck

Bei den olympischen Spielen in Turin ist Anni Friesinger eine der Favoritinnen. "Einmal Gold ist realistisch. Alles andere werden wir sehen", sagte sie vor den Wettkämpfen. Olympisches Gold hat sie schon einmal 2002 in Salt Lake City auf der 1500-Meter-Distanz geholt.

Zudem ist die 29jährige Spitzensportlerin mehrfache deutsche, Europa- und Weltmeisterin im Eisschnellauf. Den Weltcup führt sie in dieser Saison wieder an. Kurz nach einer Verletzungspause hat die lebenslustige Wahl-Salzburgerin Ende Januar ihren 35. und 36. Weltcup-Sieg mit zwei Freiluft-Weltrekorden auf der Bahn im Tiroler Klobenstein geholt. Gleich in fünf Wettbewerben tritt sie in Turin an.

Was Anni Friesinger an ihrem Sport fasziniert, ist das "atemberaubende Tempo". Wenn die asthmakranke Spitzensportlerin von "atemberaubend" spricht, könnte das auch anders verstanden werden. Doch auf der Bahn bleibt ihr die Luft selten weg. Ihre Asthma-Präparate hat sie immer dabei. Für die Teilnahme in Turin musste sie beim Internationalen Olympischen Komitee anmelden, dass sie die Medikamente braucht.

Schwer fällt Friesinger das Atmen allenfalls, wenn die Luft in einer Halle sehr trocken ist. Dann hilft sich die chronisch kranke Sportlerin mit feuchten Tüchern vor dem Mund. Im übrigen absolviert sie nach Angaben ihres Trainers Markus Eicher das gleiche Training wie andere Läuferinnen. Sechs bis acht Stunden investiert die gebürtige Inzellerin jeden Tag in ihren Sport. "Es ist zwar sehr ist hart, aber ich schinde mich ganz gerne", sagt sie.

Doch die Interessen der 29jährigen gelten nicht allein dem Sport. Sie verehrt den Rockmusiker Jim Morrison und seine Band "The Doors". Ihr Interesse für Kunst und Architektur reicht soweit, dass sie bereits ein Semester Innenarchitektur im Fernstudium absolviert hat.

Ihre Freizeit verbringt die Athletin gern mit Freunden oder mit ihren jüngeren Geschwistern Jan und Agnes, die beide ebenfalls im Eisschnellauf aktiv sind, wie es schon die Eltern waren. Oder sie fährt zu ihrem Freund in die Niederlande, der auf seinem Bauernhof 300 Kühe versorgt. Gassigehen mit ihrem Hund gehöre ohnehin zum Tagesprogramm.

Ebenso vielseitig ist Anni Friesinger beruflich orientiert. Regelmäßig steht die 1,69 Meter große Athletin Modell für Werbefotos eines Damenwäscheherstellers. Immer wieder sind in großen deutschen Zeitschriften Fotos von "Sexy Anni" zu sehen. Sport und Erotik gehören für sie zusammen.

Warum, erklärt sie in ihrem Buch "Mein Leben, mein Sport", das im vergangenen Jahr erschienen ist. Auch das Design für Schlittschuhe hat sie schon selbst entwickelt. Doch am liebsten läuft Anni Friesinger auf Kufen in atemberaubendem Tempo allen anderen davon.

| zum Inhaltsverzeichnis | zum Dokumentenbeginn | zum vorherigen Artikel | zu aktuellen Berichten |